Das Projekt InTherAKT

Die Arzneimitteltherapie älterer Menschen ist eine besondere Herausforderung. Gerade die Bewohner von Altenheimen müssen häufig gleichzeitig mehrere Medikamente gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Demenz, Depressionen, Inkontinenz und andere Erkrankungen einnehmen. Eine höhere Anzahl von Medikamenten steigert das Risiko für unerwünschte Arzneimitteleffekte. Hinzu kommen häufig körperliche oder geistige Einschränkungen bei den meist über 80jährigen Bewohnern, die eine besonders intensive Arzneimittelüberwachung notwendig machen. Die Abstimmung zwischen Arzt, Apotheker und Pflegenden ist in diesem Bereich teilweise noch optimierbar.

Genau hier setzt InTherAKT an. Oberstes Ziel des innovativen Versorgungsforschungsprojektes ist es, die Arzneimitteltherapiesicherheit in Altenheimen zu verbessern. Im Verlauf des auf zwei Jahre angelegten Projektes werden gemeinsam mit heimversorgenden Hausärzten, Apothekern sowie den Pflegenden aus Altenheimen Strategien zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit und Lebensqualität der Altenheim-Bewohner erarbeitet. Weiterhin soll durch die Verbesserung der Kommunikation der beteiligten Berufsgruppen auch nachhaltig die Arbeitszufriedenheit spürbar beeinflusst werden.

Wichtige Ansatzpunkte:

  • Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den drei beteiligten Berufsgruppen
  • Schulungen der beteiligten Berufsgruppen zur Arzneimitteltherapiesicherheit
  • Strukturierte Dokumentation der Medikamentenverordnungen nach Vorgaben des bundeseinheitlichen Medikationsplanes Version 2.0
  • Strukturierte Überprüfung der Medikation der Altenheimbewohner
  • Entwicklung einer online Kommunikatonsplattform