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4. Oktober 2016

Telefonaktion: Hoher Beratungsbedarf bei den Angehörigen

„Vertragen sich die Medikamente, die meine Mutter nach Ihrem Schlaganfall nehmen muss?“ „Warum verschreibt mir keiner meiner drei behandelnden Ärzte ein bestimmtes Medikament nach meiner Herzklappen-OP?“ „Ist die Zuzahlung für dieses Medikament rechtens?“ Bei der jüngsten Telefonaktion zum Versorgungsforschungsprojekt „InTherAKT“ klingelten die Telefone fast ununterbrochen.

Mit Dr. Ralf Becker, Vorstand des Hausärzteverbund Münster, Dr. Sabine Meißner-Fahl, Inhaberin Bonifatius-Apotheke Münster, Sonja Laag, Leiterin Versorgungsprogramme der Barmer GEK Münster und Nina Möllring, stv. Pflegedienstleitung im Perthes-Haus Münster standen vier routinierte Experten am Telefon zur Verfügung. Zwei Stunden lang wurden alle Fragen rund um Therapie, Medikation, Budget und Pflege alter Menschen beantwortet. Prof. Jürgen Osterbrink bedankte sich bei allen Fachleuten für ihr großes Engagement. „Die hohe Resonanz zeigt, wie groß der Beratungsbedarf zu diesem Thema ist.“ Transparenz und gute Erklärung der Zusammenhänge gegenüber den Angehörigen von Altenheimbewohnern sei immens wichtig für die Akzeptanz der Medikation und den Therapieerfolg.

Dr. Ralf Becker attestierte den Anrufern ein hohes Verantwortungsbewusstsein für ihre pflegebedürftigen Angehörigen. „Gerade bei alten Patienten ist es wichtig, auch die Angehörigen immer gut mit in die Therapieentscheidung einzubeziehen“ erläuterte der engagierte Hausarzt. Nur so könne ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen behandelndem Arzt, Patient, Angehörigen, und Pflegeeinrichtung aufrechterhalten werden. „Genau das ist es, was wir mit unserem Projekt erreichen wollen, fasste Prof. Osterbrink die Intention der Aktion zusammen.